Thema der Woche: Silvestergedanken an das "Morgen"

 

Und wieder ist morgen Silvester  -  wieder ein Jahr vorbei, das irgendwann in der Vergangenheit und im Vergessen versinkt  -  oder vielleicht doch nicht? Zumindest aber nicht so schnell wie viele andere Jahre. Das Jahresende naht und damit der Zeitpunkt, wieder einmal Rückblick zu halten und Pläne für die Zukunft zu schmieden? Diesmal ist es aber irgendwie anders!

Rückschau: Was habe ich in dem zurückliegenden Jahr erfahren? Wie habe ich gelebt? Habe ich überhaupt „gelebt“  -  oder wurde ich mehr oder weniger „gelebt“? Was war gut und was war vielleicht nicht so gut? Was könnte ich im nächsten Jahr besser machen? Besser machen  -  im Vergleich zu was? Habe ich überhaupt Ziele? Wenn ja: sind es wirklich meine eigenen Ziele oder habe ich sie nur von anderen übernommen? Waren meine Ziele realistisch? Erreichbar? Habe ich meinen Teil aktiv dazu beigetragen, dass die gesetzten Ziele auch tatsächlich erreichbar waren? Wie intensiv und ausdauernd habe ich mich bemüht, meine Ziele zu erreichen? Habe ich meine Bemühungen nur vor mir hergeschoben und versucht, mich mit dem Satz „nächstes Jahr ist ja auch noch ein Jahr“ zu beruhigen oder abzulenken?

Wie oft habe ich an Silvester so gedacht? Und so vergeht ein Jahr um das Andere. Und jetzt habe ich schon so viele Silvester hinter mir! Bin ich zufrieden mit mir selbst? Mit dem was ich tatsächlich erreicht habe? Was habe ich aus mir gemacht  -  aus meinen Chancen, Talenten und Erfahrungen?  Habe ich mein Leben aktiv gestaltet? Oder mich eher dahintreiben lassen im Strom der meistens eher passiv erlebten Ereignisse und meistens nur „re-agiert“? Habe ich das Ruder meines „Lebensschiffes“ selbst in die Hand genommen oder habe ich nur mein Spektrum an Ausreden mir selbst gegenüber „gepflegt“, warum Dieses und Jenes nicht so gelaufen ist wie erhofft? Und wieder finde ich gewohnt schnell Hinterungsgründe, die (natürlich) im „AUSSEN“ liegen, die ich angeblich nicht beeinflussen konnte – damit ich mich besser fühlen kann? Ja, auch DIESES Jahr geht morgen zu Ende   -  ob ich will oder nicht! Ob mit mir oder ohne mich! Welchen Einfluß habe ich auf den Verlauf des zu Ende gehenden Jahres gehabt bzw. ausgeübt?

Ja, dieses zu Ende gehende Jahr war ein ganz besonderes Jahr, in besonderem Maße geprägt durch diese geheimnisvolle Infektionskrankheit, die mir in vielerlei Hinsicht plötzlich das Ruder aus meiner Hand nahm. Natürlich war auch ich versucht, mich gegen die negativen Einflüsse zu sträuben. Aber die verändernden Auswirkungen waren dieses Mal stärker als sonst – und sind es noch.

Mir wurde dadurch aber auch klar, daß dieses schicksalhafte Ereignis in der Geschichte der Menschheit für viele Menschen nicht das erste dramatische Jahr war. Auch unsere Vorfahren mußten schicksalhafte Jahre durchstehen  -  Kriege, Naturkatastrophen, Pest, Hunger etc. Viele haben es nicht geschafft und blieben auf der Strecke. Aber dieses Mal betrifft es mich selbst – direkt! Und so beginne ich (erst jetzt?) darüber nachzudenken, welche segens- und chancenreiche Zeit ich in den letzten Jahrzehnten geniessen durfte. Dafür, daß das nicht alles einfach nur „selbstverständlich“ ist, dafür gab es an anderen Orten in der Welt eigentlich schon immer genügend eindeutige Hinweise. Aber das war ja alles so weit weg und machten die täglichen Nachrichtensendungen interessant. Jetzt aber betrifft es mich selbst, das ist etwas anderes, könnte man sagen.

Ja, die Vorzeichen für die Zukunft lassen uns zunehmend nachdenklich stimmen wie z.B.:

  • steigende Umweltbelastungen durch die Luftverschmutzung, E-Smog, Vermüllung der Meere durch Plastik und andere Schadstoffe, gentechnische Eingriffe in der Lebensmittelproduktion und vieles mehr,

  • der zu erwartende ansteigende Meeresspiegel aufgrund von schmelzenden Eismassen an den Nord- und Südpolen in Zusammenhang mit den klimatischen Veränderungen

 

Und wie wird sich das Zusammenleben entwickeln zwischen den Menschen, die diese Virusinfektion bereits hinter sich haben und den Menschen, die noch nicht infiziert sind und den Geimpften und Nichtgeimpften? Wir stehen am Anfang eines neuen Zeitalters mit Herausforderungen, für die wir heute noch keine Antworten haben und auch keine wirklich in Sicht sind. Viele Fragen sind offen.

 

Wie kaum zuvor trifft das Lernen durch „try and error“ nun plötzlich nicht mehr irgend eine technologische Neuentwicklung, sondern direkt und unmittelbar unser eigenes Leben und das unserer Familie, Freunde und Bekannte! Ich frage mich: Wie gehe ich mit dieser neuen Situation um? Was kann ich (man) tun, um trotzdem ein einigermaßen glückliches und erfülltes Leben in der bisher gewohnten Freiheit leben zu können? Bin ich bereit, die Herausforderungen anzunehmen oder möchte ich lieber den Kopf in den Sand stecken nach dem Motto „es wird schon irgendwie werden“ oder „die Anderen werden es schon richten“?

Und am Ende bleiben viele offene Fragen – wie z.B. Was macht das alles mit mir bzw. mit uns? Wie verändert mich bzw. uns die veränderte Situation? Wie verändern wir uns? In welche Richtung? Hin zu mehr Innen- und Einsicht und Rückbesinnung auf unsere inneren Werte und Kräfte oder zu einer Verweigerungshaltung und dem Versuch, aus den gegenwärtigen externen Zwängen ausbrechen zu wollen  -  wenn ja: WOHIN??? Haben wir genügend Hoffnung und Vertrauen in die Zukunft?

Fragen über Fragen  –  wenn Sie eine Antwort kennen, schreiben Sie mir bitte!

Euer Heilpraktiker Herbert Weiss

Naturheilpraxis

Herbert Weiss

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